Nähe, Relevanz und Bekanntheit sind Googles offizielle Antwort. Was das in der Umsetzung heißt, welche Hebel tatsächlich Position bewegen und wie sich der Fortschritt messen lässt.
Das Wichtigste in Kürze
- Nähe, Relevanz und Bekanntheit sind Googles offizielle Faktoren. Nur zwei davon lassen sich beeinflussen.
- Eine einzelne Position auf Google Maps gibt es nicht. Das Ergebnis hängt vom Standort des Suchenden ab.
- Die Hauptkategorie des Profils ist der stärkste einzelne Hebel, Bewertungen der zweitstärkste.
- Wer vorn steht, lässt sich systematisch analysieren. Tricksende Wettbewerber kann man melden, das wirkt häufiger als gedacht.
Was Google selbst sagt und was es bedeutet
Google nennt für die Reihenfolge in der Kartensuche drei Faktoren: Relevanz, Entfernung und Bekanntheit. Das ist korrekt und in dieser Form unbrauchbar, weil sich daraus keine Maßnahme ableiten lässt. Nützlich wird es erst, wenn man die drei Begriffe in Dinge übersetzt, die man tatsächlich anfassen kann.
Relevanz ist die Frage, ob Ihr Unternehmen zu dem passt, wonach gesucht wurde. Sie entsteht fast vollständig im Unternehmensprofil: Hauptkategorie, Zusatzkategorien, Leistungen, Beschreibung, Attribute. Bekanntheit ist die Frage, ob Ihr Unternehmen in seinem Umfeld eine Rolle spielt. Sie entsteht aus Bewertungen, Erwähnungen und Verweisen. Entfernung ist die Luftlinie zwischen Suchendem und Standort und lässt sich nicht beeinflussen.
Die Gewichtung daneben ist ausdrücklich unsere Einschätzung aus eigenen Projekten und keine Herstellerangabe. Sie soll die Reihenfolge der Arbeit ordnen, nicht Präzision vortäuschen. Was sich in allen Projekten wiederholt hat: Die Hauptkategorie bewegt mehr als alles andere, und sie wird am seltensten hinterfragt.
Der stärkste einzelne Hebel
Die Hauptkategorie entscheidet, bei welchen Suchanfragen Sie überhaupt in Betracht gezogen werden. Steht dort eine zu breite Kategorie, konkurrieren Sie mit Anbietern, die etwas ganz anderes machen, und verlieren gegen sie. Steht dort eine zu enge, erscheinen Sie bei einem Teil der relevanten Anfragen gar nicht.
Prüfen, welche Kategorien die Ersten verwenden
Öffnen Sie die drei Profile, die für Ihre wichtigste Suchanfrage im Local Pack stehen, und sehen Sie sich deren Hauptkategorie an. Sie steht öffentlich im Profil. Wenn alle drei dieselbe Kategorie führen und Sie eine andere, ist das die wahrscheinlichste Erklärung für Ihre Position.
Eine Hauptkategorie wählen, nicht drei
Die Hauptkategorie sollte die Leistung beschreiben, mit der Sie den größten Teil Ihres Umsatzes machen, nicht die, die am meisten gesucht wird. Eine Kategorie, die nicht zum tatsächlichen Angebot passt, führt zu Anfragen, die Sie ablehnen müssen, und zu Bewertungen, die das widerspiegeln.
Zusatzkategorien sparsam einsetzen
Bis zu drei Zusatzkategorien erweitern sinnvoll, mehr verwässern. Jede zusätzliche Kategorie verschiebt das Profil in Richtung Durchschnitt, und Google spielt Durchschnitt seltener aus als Eindeutigkeit.
Nach der Änderung zwei bis vier Wochen abwarten
Kategorieänderungen wirken nicht sofort. Wer nach fünf Tagen zurückändert, weil nichts passiert ist, misst nur den eigenen Aktionismus.
Eine Position gibt es nicht, es gibt eine Karte
Der häufigste Fehler bei der Bewertung lokaler Sichtbarkeit ist die Frage nach der Position. Es gibt keine. Dasselbe Unternehmen steht für dieselbe Suchanfrage an einem Ende der Stadt auf Position zwei und am anderen gar nicht in den ersten zwanzig. Wer an einem Punkt misst, erfährt etwas über diesen Punkt.
Sinnvoll ist die Messung im Raster: Positionen an mehreren Punkten im Einzugsgebiet erheben und die Ergebnisse als Fläche betrachten. Erst dann wird sichtbar, wo die Sichtbarkeit abbricht, und die Antwort ist fast immer eine Entfernung, ab der ein stärkerer Wettbewerber näher liegt. Diese Grenze lässt sich verschieben, indem Relevanz und Bekanntheit steigen, aber sie verschwindet nicht.
Der zweitstärkste Hebel, und der unbequemste
Bewertungen wirken gleichzeitig auf die Position im Kartenblock und auf die Entscheidung der Menschen, die ihn sehen. Sie sind damit der einzige Faktor, der doppelt zählt. Vier Eigenschaften sind relevant, und die meisten Unternehmen achten nur auf eine davon.
| Eigenschaft | Warum sie zählt | Was sie verbessert |
|---|---|---|
| Anzahl | Grundsignal für Bekanntheit | fester Prozess, nicht Zufall |
| Durchschnitt | Entscheidet über den Klick | Beschwerden früh und offline klären |
| Aktualität | Ein Profil ohne neue Bewertungen wirkt inaktiv | laufend fragen statt in Wellen |
| Textinhalt | Nennt die gesuchte Leistung beim Namen | beim Fragen die Leistung erwähnen |
Die letzte Zeile ist der am meisten unterschätzte Punkt. Eine Bewertung, in der die konkrete Leistung vorkommt, stärkt die Zuordnung zu genau dieser Suchanfrage. Wer beim Fragen nicht nur um eine Bewertung bittet, sondern um eine Bewertung zu der erbrachten Leistung, bekommt Texte, die inhaltlich tragen. Wie ein solcher Prozess aussieht, steht im Beitrag Google Bewertungen bekommen.
Wie man herausfindet, warum jemand anderes vorn steht
Wenn die eigene Position schlechter ist als erwartet, führt der schnellste Weg zur Erklärung nicht über Werkzeuge, sondern über einen strukturierten Blick auf die drei Profile, die vor Ihnen stehen. Alle relevanten Angaben sind öffentlich sichtbar.
| Was Sie vergleichen | Wo es steht | Was ein Unterschied bedeutet |
|---|---|---|
| Hauptkategorie | im Profil, unter dem Namen | stärkster Einzelfaktor, zuerst prüfen |
| Anzahl der Bewertungen | im Profil | Bekanntheitssignal, mittelfristig aufholbar |
| Durchschnittsnote | im Profil | wirkt auf Klick und Ranking zugleich |
| Alter der letzten Bewertung | im Profil | zeigt, ob ein Prozess existiert |
| Anzahl der Fotos | im Profil | Hinweis auf Pflegeintensität |
| Ausgefüllte Leistungen | im Profil | erweitert die bedienten Suchanfragen |
| Entfernung zum Messpunkt | Karte | wenn deutlich näher, ist das oft die ganze Erklärung |
Gehen Sie diese Liste für Ihre drei wichtigsten Suchanfragen einmal durch und notieren Sie die Unterschiede. In den meisten Fällen fällt eine Zeile deutlich aus dem Rahmen, und das ist die Baustelle. Besonders häufig sind es zwei: eine abweichende Hauptkategorie oder ein Bewertungsprofil, dessen letzte Bewertung zwei Jahre alt ist.
Wichtig ist, diesen Vergleich nicht vom eigenen Schreibtisch aus zu machen. Google berücksichtigt Ihren Standort, und das Ergebnis an Ihrer Adresse hat mit dem Ergebnis bei Ihren Kunden wenig zu tun. Nutzen Sie dafür eine Messung, die Standorte gezielt vorgibt.
Was tun, wenn Wettbewerber tricksen
In fast jedem lokalen Markt stehen Profile im Kartenblock, die gegen die Richtlinien verstoßen: Schlagwörter im Firmennamen, Adressen, an denen kein Unternehmen sitzt, oder mehrere Einträge für denselben Standort. Das ist ärgerlich, weil es kurzfristig funktioniert, und es ist behebbar, weil Google einen Meldeweg anbietet.
Der wirksamste Weg ist die Änderungsvorschlagsfunktion direkt im Profil des betreffenden Wettbewerbers, ergänzt um einen Eintrag im offiziellen Forum für Unternehmensprofile, wenn die Änderung abgelehnt wird. Entscheidend ist die Belegbarkeit: Eine Meldung mit Beleg, etwa einem Foto der Adresse oder einem Auszug aus dem Handelsregister, wird deutlich häufiger umgesetzt als eine Behauptung.
Zwei Hinweise zur Erwartungshaltung. Erstens dauert es. Von der Meldung bis zur Änderung vergehen häufig mehrere Wochen, manchmal Monate. Zweitens ersetzt es keine eigene Arbeit. Wenn ein Wettbewerber wegen eines Richtlinienverstoßes entfernt wird, rückt der nächste nach, nicht automatisch Sie. Die eigene Kategorie, das eigene Bewertungsprofil und die eigenen Leistungen bleiben die Hebel, die zählen.
Was ausdrücklich nicht zu empfehlen ist: dieselben Tricks selbst anzuwenden, weil der Wettbewerb es tut. Ein gesperrtes Profil kostet Wochen vollständiger Unsichtbarkeit in der Kartensuche, und die Wiederherstellung liegt nicht in Ihrer Hand. Für ein Unternehmen, das dauerhaft Vertrauen aufbauen will, ist das Verhältnis von Gewinn und Risiko eindeutig.
Was in welcher Reihenfolge zu tun ist
- Hauptkategorie gegen die drei führenden Profile prüfen und gegebenenfalls ändern.
- Alle Leistungen einzeln im Profil anlegen, mit je einer kurzen Beschreibung.
- Öffnungszeiten inklusive aller Feiertage für zwölf Monate im Voraus pflegen.
- Prüfen, ob ein zweiter, verwaister Eintrag für denselben Standort existiert, und ihn zusammenführen lassen.
- Bewertungsprozess einführen: fester Zeitpunkt, feste Person, kurzer Weg zum Formular.
- Auf alle Bewertungen antworten, auch auf gute, innerhalb weniger Tage.
- Name, Adresse und Telefonnummer in den zwanzig wichtigsten Verzeichnissen abgleichen.
- Monatlich zwei bis drei Fotos ergänzen, bevorzugt echte statt Bildagenturmaterial.
- Im Raster messen, vorher und nach acht Wochen, und das Ergebnis festhalten.
Die ersten vier Punkte sind an einem Tag erledigt und bewegen in der Praxis mehr als der Rest zusammen. Wer keine Zeit für alles hat, macht diese vier und misst danach. Der Rest folgt, wenn der erste Effekt sichtbar ist.
Die Grundlagen zum Profil selbst stehen im Leitfaden Google Unternehmensprofil, der größere Zusammenhang im Beitrag Local SEO. Wenn wir die laufende Pflege übernehmen sollen, ist unsere SEO Agentur Köln der richtige Anlaufpunkt.
Angrenzende Leistungen, die auf dieses Thema einzahlen, beschreibt unsere Digital Marketing Agentur Köln.
Häufige Fragen
Wie komme ich ins Local Pack
Über ein vollständiges, bestätigtes Unternehmensprofil mit passender Hauptkategorie, ein tragfähiges Bewertungsprofil und konsistente Unternehmensdaten. Die Entfernung zum Suchenden begrenzt, in welchem Umkreis das überhaupt möglich ist.
Warum sehe ich mein eigenes Profil, meine Kunden aber nicht
Weil Google Ergebnisse nach dem Standort des Suchenden sortiert und Ihren eigenen Verlauf berücksichtigt. Eine belastbare Aussage liefert nur eine Messung an mehreren Punkten im Einzugsgebiet.
Wie lange dauert es, bis eine Änderung wirkt
Profiländerungen wirken meist nach zwei bis vier Wochen. Bewertungen und Verzeichnisse wirken über Monate. Wer früher zurückändert, misst nur den eigenen Eingriff.
Hilft es, den Ortsnamen ins Profil zu schreiben
Nein. Der Ort ergibt sich aus Adresse und Einzugsgebiet. Ein Ortsname im Firmennamen verstößt gegen die Richtlinien und kann zur Sperrung des Profils führen.
Wie viele Bewertungen brauche ich für das Local Pack
Es gibt keine feste Zahl. Entscheidend ist der Abstand zu den Wettbewerbern derselben Kategorie in derselben Umgebung.
Kann man sich in die Kartensuche einkaufen
Über beworbene Standortanzeigen ist eine bezahlte Platzierung möglich. Sie ist als Anzeige gekennzeichnet und ersetzt die organische Position im Local Pack nicht.

Arbeitet seit über sieben Jahren an Suche, Performance Marketing und Leadgenerierung, heute mit dem Team von Klickspace für Mittelstand und ambitionierte Marken. Die Zahlen in diesem Beitrag stammen aus eigenen Projekten und eigenen Marktdaten.
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Dieser Beitrag gehört zum Silo Köln in unserem Ratgeber.
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