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Kanzleimarketing: Mandate gewinnen im Rahmen des Berufsrechts

● Ratgeber · Silo Kanzleimarketing

Kanzleimarketing: Mandate gewinnen im Rahmen des Berufsrechts

Für Anwältinnen, Anwälte und Steuerberater. Was online erlaubt ist, was tatsächlich Mandate bringt und wo der Unterschied zwischen beidem liegt.

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Der Markt

Das Themenfeld in Zahlen

Kanzleien haben beim Marketing ein Problem, das andere Branchen nicht kennen: Die wirksamsten Formulierungen sind oft die unzulässigen. Paragraf 43b BRAO erlaubt Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälten Werbung nur, soweit sie über die berufliche Tätigkeit in Form und Inhalt sachlich unterrichtet und nicht auf die Erteilung eines Auftrags im Einzelfall gerichtet ist. Für Steuerberater gilt Vergleichbares über die Berufsordnung.

Balkendiagramm der Klickpreise im Kanzleimarkt

Klickpreise im Themenfeld Kanzleimarketing in US-Dollar. Eigene Auswertung, Datenbasis Ahrefs, September 2026.

Das ist kein Grund, auf Sichtbarkeit zu verzichten. Es ist ein Grund, sie anders aufzubauen. Fachliche Substanz, klare Rechtsgebietsseiten, ein gepflegtes Unternehmensprofil und Bewertungen wirken im Rechtsmarkt ohnehin stärker als jeder Werbesatz. Die Klickpreise daneben zeigen, wie viel andere bereit sind, für dieselbe Aufmerksamkeit zu bezahlen.

Die Rechnung im Rechtsmarkt

Warum neun Dollar pro Klick hier vertretbar sind

Ein Klick auf „google ads für anwälte“ kostet rund neun US-Dollar. In den meisten Branchen wäre das ein Ausschlusskriterium. Im Rechtsmarkt ist es eine normale Rechnung: Wenn zwanzig Klicks eine Anfrage ergeben und jede dritte Anfrage zu einem Mandat wird, kostet ein Mandat rechnerisch etwa 540 Dollar Media. Bei einem durchschnittlichen Mandatswert im vierstelligen Bereich trägt das.

Entscheidend ist die Vorauswahl. Wer breit auf Rechtsbegriffe bietet, zahlt für Ratsuchende ohne Mandatsabsicht. Wer eng auf das eigene Rechtsgebiet und die eigene Region bietet und die Anfragen über ein sauberes Formular vorqualifiziert, zahlt für Menschen mit konkretem Anliegen. Der Unterschied zwischen beidem ist der Unterschied zwischen einer funktionierenden und einer teuren Kampagne.

Die Artikel

Was in diesem Silo steht

Diese Beiträge sind bereits veröffentlicht:

Diese Themen erscheinen im Lauf der kommenden Monate, zwei neue Beiträge pro Woche:

  • Mandanten gewinnen, was erlaubt ist und was wirkt
  • Kanzlei-SEO für Anwälte und Steuerberater
  • Google Ads für Anwälte, Kosten und Regeln
  • Die Kanzleiwebsite, die überzeugt
  • Steuerberater-Marketing in einem engen Markt
  • Kanzleibewertungen richtig behandeln
Wenn Du Unterstützung willst

Unsere passenden Leistungen

Dieser Ratgeber erklärt, wie es geht. Wenn Du es nicht selbst machen willst, übernehmen wir es:

Begriffe

Die Begriffe dieses Silos, kurz erklärt

Diese Begriffe tauchen in allen Artikeln dieses Silos auf. Wir definieren sie einmal hier, damit wir sie in den Beiträgen nicht jedes Mal neu erklären müssen.

Paragraf 43b BRAO

Die Norm, die Anwaltswerbung regelt. Zulässig ist Werbung, soweit sie über die berufliche Tätigkeit in Form und Inhalt sachlich unterrichtet und nicht auf die Erteilung eines Auftrags im Einzelfall gerichtet ist.

Sachliche Unterrichtung

Der Maßstab zulässiger Kanzleiwerbung. Fachliche Information über Rechtsgebiete, Vorgehen und Konditionen ist zulässig, reißerische Anpreisung und Erfolgsversprechen sind es nicht.

Rechtsgebietsseite

Eine eigene Seite je Rechtsgebiet, auf der Anliegen, Ablauf und Zuständigkeit beschrieben sind. Die wirksamste Struktur im Kanzlei-SEO, weil Mandanten nach ihrem Anliegen suchen, nicht nach der Kanzlei.

Verschwiegenheitspflicht bei Bewertungen

Beim Antworten auf öffentliche Bewertungen darf ein Mandatsverhältnis nicht bestätigt werden. Deshalb sind allgemein gehaltene Antworten hier nicht Höflichkeit, sondern Pflicht.

Mandatswert

Der durchschnittliche Umsatz je gewonnenem Mandat. Die Zahl entscheidet, welcher Klickpreis in der Suche wirtschaftlich vertretbar ist.

BOStB

Die Berufsordnung der Steuerberater. Sie enthält eine dem anwaltlichen Berufsrecht vergleichbare Beschränkung der Werbung auf sachliche Information.

Häufige Fragen

Was uns zu diesem Thema am häufigsten gefragt wird

Dürfen Anwälte werben

Ja. Paragraf 43b BRAO erlaubt Werbung, soweit sie sachlich über die berufliche Tätigkeit unterrichtet und nicht auf ein Mandat im Einzelfall gerichtet ist. Unzulässig sind vor allem reißerische Anpreisung und Erfolgsversprechen.

Was kostet ein Mandat über Google Ads

Bei etwa neun US-Dollar Klickpreis, zwanzig Klicks je Anfrage und einer Abschlussquote von einem Drittel liegt der Media-Aufwand rechnerisch bei etwa 540 Dollar je Mandat. Die tatsächlichen Werte schwanken je nach Rechtsgebiet erheblich.

Sind Bewertungen für Kanzleien zulässig

Das Sammeln von Bewertungen ist zulässig, solange sie echt und unbeeinflusst sind. Bei Antworten auf Bewertungen ist die anwaltliche Verschwiegenheitspflicht zu beachten, ein Mandatsverhältnis darf nicht bestätigt werden.

Lohnt sich SEO für eine Kanzlei

In den meisten Rechtsgebieten ja, weil Mandanten mit konkretem Anliegen suchen und die Konkurrenz auf spezialisierten Begriffen überschaubar ist. Breite Begriffe wie der Rechtsgebietsname allein sind dagegen teuer umkämpft.

Dein nächster Schritt

Wir schauen uns Deine Kanzlei an

Wir prüfen, wonach Mandanten in Deinem Rechtsgebiet und Deiner Region suchen, wie Deine Kanzlei dort steht und welche Maßnahmen berufsrechtlich sauber und wirtschaftlich sinnvoll sind.

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